Sind wir in der Liebe, erleben viele Menschen mehr inneren Frieden, Verbundenheit und das Gefühl von Fülle. Wir möchten geben. Ohne Erwartung, ohne Druck und ohne das Gefühl, zu kurz zu kommen.
Wie oft gelingt uns das wirklich?
Warum verändert sich dieser Zustand manchmal wieder?
Im Buddhismus wird zwischen Liebe und Anhaften unterschieden. Liebe wird dort häufig als ein Sein-Zustand beschrieben. Viele Menschen erleben dabei Freude, Vertrauen und den Wunsch, ihre Liebe mit anderen zu teilen. Unter Liebe verstehen Buddhisten ein offenes Herz, die Verbindung mit anderen Menschen und das Vertrauen in den Fluss des Lebens. Wir lassen uns berühren und begegnen anderen mit Offenheit. Trotz tiefer Verbundenheit entsteht dabei nicht zwangsläufig der Wunsch, einen Menschen besitzen oder kontrollieren zu wollen. Viele Menschen erleben dadurch mehr Vertrauen in sich selbst, in die Liebe und in das Leben.
Anhaften
Beim Anhaften versuchen wir häufig, einen innerlich als fehlend empfundenen Zustand im Aussen zu erfüllen. Manche Menschen erleben dabei innere Leere, Unsicherheit oder das Gefühl von Mangel. Um diese Gefühle nicht spüren zu müssen, suchen wir oft Ablenkung durch Arbeit, Konsum, äussere Beschäftigung oder auch durch Beziehungen.
Gerade Partnerschaften werden manchmal mit grossen Hoffnungen verbunden. Anfangs fühlen wir uns verbunden, gesehen und weniger allein. Doch ungelöste innere Themen können sich nach einiger Zeit erneut bemerkbar machen. Dann entsteht leicht die Erwartung, dass der Partner oder die Partnerin diese Gefühle ausgleichen soll.
Niemand ist verantwortlich
Oft übertragen wir unsere eigenen Wünsche, Erwartungen oder inneren Bedürfnisse auf andere Menschen. Wenn sich dadurch Enttäuschung oder Unzufriedenheit zeigen, suchen wir schnell im Aussen nach einer Lösung.
Womit?
Eine neue Partnerschaft? Noch mehr äussere Aktivität? Eine neue Arbeit?
Vielleicht bringt dies kurzfristig Erleichterung. Viele Menschen erleben jedoch, dass innere Themen dadurch nicht dauerhaft verschwinden. Immer dann, wenn wir jemanden oder etwas brauchen, um uns vollständig oder dauerhaft glücklich zu fühlen, kann eine emotionale Abhängigkeit entstehen.
Selbstversorgung
Was können wir tun?
Ein erster Schritt kann sein, den eigenen inneren Zustand ehrlich wahrzunehmen und anzunehmen. Wenn uns dies gelingt, entsteht oft mehr Verständnis für uns selbst und für unsere Beziehungen.
Es kann hilfreich sein, ruhiger zu werden und wieder mehr nach innen zu schauen. Viele Menschen erleben, dass dort verborgene Gefühle, alte Muster, aber auch neue Perspektiven und persönliche Stärke sichtbar werden können.
Mit Aufmerksamkeit, Geduld und der Bereitschaft, sich selbst ehrlich zu begegnen, lassen sich häufig neue Sichtweisen entwickeln.
Gerne begleite ich Sie ein Stück auf Ihrem persönlichen Weg und unterstütze Sie mit einfühlsamen Gesprächen und spirituellen Impulsen.
Ich freue mich auf Sie!
Herzliche Grüsse
Ihr Abel
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