Hera

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Hera, die oberste Frau im Olymp

Die griechischen Götter - sie haben nicht nur die Antike geprägt. Auch heute noch kann man sich den Geschichten über diese Gottheiten nicht entziehen. Wer allerdings denkt, dass es tatsächlich Zeus ist, der als mächtigster Gott der Griechen auf dem Sitz der Götter die Fäden des Geschicks in der Hand hält, hat seinen Fokus vielleicht abschweifen lassen. Denn genau genommen ist die wichtigste Person im Olymp Hera, die Schwester des Zeus. Hera ist keine normale Göttin, sondern selbst unter den griechischen Göttern eine Besonderheit.

Hera, die Titanen-Tochter

Wie auch Zeus ist Hera eine Tochter der Titanen Rhea und Kronos. Damit hat sie ein Anrecht auf ihren Sitz im Olymp. Neben ihr konnten sich elf weitere Götter und Göttinnen einen Platz im Olymp sichern.
Sie ist die Frau des Göttervaters gewesen. Zumindest musste sie, die ja eigentlich seine Schwester gewesen ist, diese Rolle einmal pro Jahr bei der Heiligen Hochzeit annehmen. Diese Festlichkeit wurde im Laufe des Jahres als festes Ritual durchgeführt. Dieses fand jährlich auf der griechischen Insel Samos statt. Die Insel, auf der der Überlieferung nach die Geburt der Hera stattfand. Sowohl die Geburt der Hera als auch die alljährliche Hochzeit fanden unter dem Lygosbaum statt. Letztlich aber, so sagen die Überlieferungen, ist es mehr als nur die jährliche Zeremonie gewesen, die Hera und Zeus als Ehepaar zusammenhielt. Doch welche Überlieferung stimmig ist, kann nicht gesagt werden. Hat sie sich wirklich bereits bei der Geburt in ihn verliebt oder erst später, mit oder ohne Liste - man wird es niemals herausfinden - dem Werben von Zeus nachgegeben. Tatsache ist, dass beide mehrere gemeinsame Kinder aufzogen:

- Ares - Gott des Krieges
- Hebe - Göttin der Jugend
- Hephaistos - Gott der Schmiedekunst und des Handwerks
- Eileithyia - Göttin der Geburt

Was ist über Hera zu berichten?

Hera wird als ausserordentliche Schönheit beschrieben. Einerseits füllte sie diese Schönheit mit Stolz. Andererseits gab sie ihr auch das Attribut der Eitelkeit. So tat sie sehr viel, um diese Schönheit auch erhalten zu können. Beschrieben wurde sie als sehr hochgewachsen, schlank und wohlgeformt, aber athletisch. So stolz sie aber auch erscheinen konnte, so zornig, unbarmherzig und rachsüchtig konnte sie sich geben, wenn ihre Eitelkeit verletzt wurde. Man tat gut daran, diesen Zorn nicht direkt auf sich zu ziehen. Denn dies konnte ein durchaus tödliches Ende nach sich ziehen. Denn eines war sie ganz bestimmt: Impulsiv und äussert eifersüchtig. Diese Eifersucht konnte sich schnell einmal in Hass verwandeln. Die Eifersucht trieb sie auch dazu, Zeus wann immer möglich nachzuspionieren. Der Untergang Trojas soll auf ihrer Eifersucht basieren.

Noch ein weiterer unleidlicher Wesenszug wurde ihr nachgesagt, der eigentlich direkt mit der Eitelkeit in Verbindung zu bringen ist, nämlich die Kunst der Intrigen. Sie hat für viele Intrigen im Olymp und damit für Kriege in deren Folge gesorgt.

Ein hervortretendes Kinn wird als Zeichen für ihre Entschlossenheit bezeichnet. Sie besass ein hervortretendes Kinn. Diesem wurde nachgesagt, dass daran ihre Entschlossenheit zu erkennen war. Offenbar hat sie gerne versucht, sich mit einem strengen Blick durchzusetzen. Von ihrem Bruder brachte dies jedoch die Bezeichnung "kuhäugig" ein.

Als Göttin war sie einer angemessenen Kleidung verpflichtet. Deshalb trug sie für gewöhnlich einen Chiton. Hierbei handelte es sich um eine Robe, die einer römischen Tunika ähnelte. Sie liess nur Hals und Arme frei. Dazu trug sie meist ein passendes Obergewand. So sehr sie ihre Schönheit auch liebte, stellte sie diese nur sekundär zur Schau. Dennoch wird ihr auch die Herablassung anderen gegenüber nachgesagt, die nicht an ihre Schönheit heranragen konnten.

Unverkennbar hat man ihr zwei Merkmale mitgegeben: das königliche Diadem sowie das Zepter. Diese beiden Utensilien zeichneten sie nicht nur als Zeus Gemahlin aus, sondern gaben ihr auch die Berechtigung der Herrschaft über "ihre" Welt. Auch der Granatapfel wird als ein Zeichen der Hera bezeichnet. Es handelt sich bei ihm um das Symbol der ehelichen Fruchtbarkeit. Vergessen wir nicht, dass es sich bei Hera um die Schützerin der Ehe und der Geburt handelte.

Welche Aufgaben hatte Hera zu erfüllen?

Die Aufgaben der Hera waren klar umrissen: Sie hatte für den Schutz der Ehe sowie der Geburt zu sorgen. Innerhalb der Ehe überwachte sie zudem das geregelte Sexualleben der Ehepartner. So ist es durchaus möglich, dass sie regional einen anderen Namen als Überwacherin der Geburt erhielt. Diesbezüglich weichen die Überlieferungen allerdings voneinander ab.

Da sie als Schutzpatronin von Ehe und Geburt wirkte, ist es nur allzu verständlich, dass man sie auch als Schutzpatronin der Hochzeitsnacht ansah. Kein Wunder, denn auch in der Antike wünschte man sich eine Empfängnis direkt für die Hochzeitsnacht. Eine gute, zufriedenstellende Ehe und eine folgende Geburt eines Kindes gehen aus einer erfolgreichen Hochzeitsnacht hervor. Hierfür wurde gebetet und Opfergaben an die Hera dargeboten.

Nicht in jeder Region wurde sie gleich stark verehrt. Einen besonderen Platz hat sie in den Städten Argos, Mykene und Sparta eingenommen.

Als Tier wurde ihr der Pfau aufgrund seiner Schönheit und Eleganz zugeteilt. Diesen hegte sie als Schosstier bei sich zu haben. Zudem wird gesagt, dass sich sowohl Greifvögel, aber auch Löwen gerne in ihrer Nähe aufhielten. Somit fühlte sie sich auch für ihren Schutz berufen.



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