Yamas

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Die fünf moralischen Richtlinien für ein erfülltes Leben

Die Yoga-Praxis an sich ist zwar den meisten von uns bekannt und viele stellen sich unter dem Begriff direkt die Übungen des Yoga vor, für die man besonders gelenkig sein muss. Doch dass Yoga so viel mehr als nur körperliche Übungen sind, wissen die wenigsten. Yoga ist nämlich eine uralte Tradition, die neben den verschiedenen Yoga-Posen auch eine bestimmte Philosophie beinhaltet, an die die Menschen sich seit Tausenden von Jahren schon in bestimmten Teilen der Welt halten.
So beinhaltet die Philosophie des Yogas beispielsweise bestimmte Vorgaben und Regeln, an die sich gläubige Menschen halten. Philosophien oder auch Prinzipien, nach denen die Menschen leben. Eine Tradition hierbei sind die sogenannten "Yamas" - auf diese werden wir in diesem Beitrag etwas näher eingehen und uns damit beschäftigen, was sie genau sind, welche Bedeutung sie haben und wie man sie im eigenen Leben integrieren kann.

Was bedeutet Yamas?

Der Begriff "Yamas" stammt aus der Philosophie und Jahrtausende alten Tradition des Yoga wie auch im Hinduismus und beschreibt fünf ethische Prinzipien, welche als Leit- und Richtlinien für ein geistiges wie auch moralisches Leben gelten. Die Yamas werden in der Tradition des Yoga häufig als der erste und wichtigste Schritt auf dem Yoga-Weg betrachtet - sie sollen hierbei vor allem eine sehr wichtige Grundlage für ein spirituelles und ebenfalls ethisch verantwortungsbewusstes Leben sein.

Die Yamas werden nicht selten auch als "moralisches Fundament", "Sittenlehre", "Lebensgrundsätze" oder "moralischer Kompass" in der Yoga-Praxis bezeichnet.

Die fünf Yamas Prinzipien im Überblick:

Zwar gibt es verschiedene Texte über ebenfalls unterschiedliche Yamas, aber die, die man in den sogenannten Patanjalis Yoga Sutras (Yoga-Leitfaden) findet, zählen zu den bekanntesten und den am häufigsten angewendeten.

1. Ahimsa: Gewaltlosigkeit

Dieses Yama steht für den kompletten Verzicht auf Gewalt oder auch für das allgemeine Vermeiden von Gedanken oder Handlungen, welche anderen Menschen einen Schaden zufügen könnten. Auch die Natur ist hierbei mit eingeschlossen. Ahimsa in der Praxis kann zum Beispiel bei einer Meditation angewendet werden, indem man sich dabei auf liebende Güte konzentriert, oder den lieben Menschen im eigenen Umfeld Liebe und Freundlichkeit sendet. Ahimsa bedeutet, dass keinem Lebewesen auf der Erde Schaden zugefügt wird; man begegnet allem und jedem mit Güte.

2. Asteya: Nicht-Stehlen

Das zweite Yama ist "Asteya" - bei diesem geht es darum, dass man nicht stiehlt. Moderne Ansichten dieses Yamas beinhalten ebenfalls das Geben oder das Nicht-Aneignen. Bei diesem Yama geht es vor allem darum, dass man keine materiellen Besitztümer stiehlt und auch die Umwelt wie auch sich selbst nicht zu bestehlen. Wenn man Asteya praktizieren möchte, sollte man vor allem darauf achten, dass man natürliche Ressourcen verbraucht und das unbefugte Aneignen von Kulturen sowie Ideen anderer vermeidet.

3. Satya: Wahrheit

Dieses Yama steht für die Wahrhaftigkeit oder auch die Ehrlichkeit in gesprochenen Wörtern, unseren Gedanken sowie Taten. Satya setzt sich zusammen aus "sat", was bedeutet "das, was ist.".

Satya wird praktiziert, indem man die gelebte Realität als das betrachtet, was sie ist, ohne sie zu be- oder verurteilen. Ein Beispiel hier wäre die Yoga-Praxis, bei der man den eigenen Körper so nimmt wie er ist, sowie seine Bewegungen - man beobachtet ihn und respektiert seine Grenzen und das ganz ohne ihn zu beurteilen.

4. Aparigraha: Bescheidenheit und Besitzlosigkeit

Bei Aparigraha geht es um die Haltung der Bescheidenheit und Besitzlosigkeit. Dieses Yama beinhaltet also die moralische Vorstellung, dass man keine materiellen Güter besitzt und ebenso den Gedanken loslässt, dass man Menschen auf eine Weise besitzen könnte. Allgemein kann man Aparigraha als Yama beschreiben, bei dem man ein Gefühl von Freiheit sowie Unabhängigkeit entwickelt.

Um Aparigraha zu praktizieren, löst man sich von allen Erwartungen und Anhaftungen. Beim Yoga beispielsweise würde dies bedeuten, dass man eine Yogapose ohne die Erwartungen, wie diese aussehen soll, durchführt. Dies soll dazu führen, dass man die Pose vollständig erlebt und sich keine Gedanken über festgelegte Erwartungen macht.

5. Brahmacharya: Enthaltsamkeit

Das fünfte Yama ist Brahmacharya, welches für das Zölibat, die Enthaltsamkeit beziehungsweise die Treue steht. Dabei geht es darum, dass man sich selbst mässigt und auf diese Weise seine Energie erhält. Wer Brahmacharya im eigenen Leben integrieren will, der kann dies beispielsweise tun, indem er Möglichkeiten findet, um sich zu entspannen und somit zu neuer, frischer Energie zu kommen. Dies wiederum führt dazu, dass man genügend Energie hat, um die Dinge zu tun, die einem wirklich wichtig sind und die einem am meisten Freude bereiten. Prinzipiell geht es bei Brahmacharya darum, sich selbst und andere Ressourcen zu respektieren und achtsam damit umzugehen. Man hält sozusagen das eigene Verlangen unter Kontrolle, was wiederum dazu führt, dass man ein Leben in Selbstkontrolle und Gelassenheit führen kann.


Wer die fünf Yamas als moralische Richtlinien im eigenen Leben integriert und diese als einen ethischen Kompass nutzt, der soll ein erfülltes Leben im Einklang führen können. Auch negative Einflüsse und Emotionen, von sich selbst oder von aussen, sollen durch die Yamas ferngehalten werden und so zu einem Leben in Frieden und Wohlstand führen.



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