Hexen

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Hexen

Hexen im Mittelalter

Das Wort "Hexen" ist ein sehr alter Begriff und hiess ursprünglich frei übersetzt "Zaunreiterinnen". So glaubte man früher, dass Hexen Wesen sind, die Dämonen oder Geister ähneln und auf Zäunen oder Hecken sitzen. Die verschiedenen Bezeichnungen stellen so auch dar, dass eine Hexe zwischen den Welten, also in einem Grenzbereich, tätig ist. Später ging man dann zum Glauben über, dass Hexen einen Vertrag mit Dämonen oder mit dem Teufel hätten.
Um die Hexen im Mittelalter zu identifizieren, wurden sich ganz unterschiedliche Merkmale ausgesucht. Das konnten Sommersprossen, rotes Haar, Warzen oder die Kombination aus heller Haut und dunklen Augen sein. Zumeist wurden Frauen bezichtigt, eine bösartige Hexe zu sein.

Was waren sie wirklich?

Hexen waren Frauen, die in der Lage waren, Medikamente herzustellen. Zudem konnten sie lesen und schreiben, was im Mittelalter keine Selbstverständlichkeit war. Anfangs waren Hexen sogar noch recht beliebt, da sie den Menschen mit ihrem Wissen helfen konnten. Das änderte sich aber schnell, als die Kirche die Behauptung aufstellte, Hexen seien böse, besässen Zauberkräfte und hätten einen Vertrag mit dem Teufel abgeschlossen. Alles was die Kirche im Mittelalter sagte, war für die Menschen Gesetz und unumstösslich, so dass sie sich nach dem Wort der Kirche richteten.

Die Kirche schürte die Gerüchte, dass Hexen immer hässlich seien und den ganzen Tag nichts anderes täten, als böse Dinge auszuhecken und ihren Mitmenschen Schaden zuzufügen. Die Verunglimpfung der Hexen durch die Kirche führte dazu, dass Menschen, die bestimmte Fähigkeiten besassen, anders aussahen oder sich anders benahmen, verfolgt wurden. Auch wenn im Mittelalter eine Krankheit ausgebrochen war, die vielen Menschen das Leben kostete, zum Beispiel die Pest, so wurden die Hexen dafür verantwortlich gemacht, die Hexerei galt als Grund allen Übels.

Hexen in der heutigen Zeit

Die modernen Hexen von heute werden schon lange nicht mehr nur mit dem Bösen verknüpft. Im Gegenteil, die Natur ist die spirituelle Basis und vorchristliche, keltische Rituale gehören zum Alltag einer modernen Hexe. Und dennoch löst das Wort "Hexe" bei den meisten Menschen Angst, Unverständnis und Abwehr aus. Natürlich gibt es unterschiedliche Gruppierungen von Hexen: freie Hexen, Wicca-Hexen, keltische Hexen, druidische Hexen, schamanistische Hexen und sogenannte Grossstadthexen, die ihren Glauben selbst gestalten und definieren. Aber die spirituelle Basis ist doch bei allen unterschiedlichen Arten von Hexen die gleiche: Mutter Natur.

Es folgen nun Auszüge aus den sogenannten "13 Hexenregeln", die für alle modernen Hexen gelten und deutlich machen, worauf es bei den modernen Hexen von heute wirklich ankommt:

Regel Nummer 1: "Tu was du willst und schade keinem!" Diese erste Regel macht deutlich, dass es in der Hexenkunst vor allem darum geht, dass man bei aller Experimentierfreudigkeit seinen Mitmenschen keinen Schaden zufügen darf, sondern die natürliche, unsichtbare Grenze eines jeden Menschen respektieren muss. Regel Nummer 9: "Lebe im Einklang mit der Natur" und Regel Nummer 13: "Ehre die Kraft der Natur" der Hexenregeln zeigen ebenfalls, wie wichtig der modernen Hexe der Einklang mit der Natur ist.

Magie gehört auch heute noch dazu

Trotzdem wenden die modernen Hexen von heute auch Magie und Zauber an. Viele Hexen haben die Fähigkeit zu pendeln, Karten zu legen oder betreiben Hellseherei zum Beispiel mit Hilfe einer Kristallkugel. Auch beherrschen viele Hexen heute noch die "Hexenschrift". Diese wurde früher verwendet, um Texte zu verfassen, die von Aussenstehenden nicht gelesen werden sollten. Dem Hexenbesen und dem Zauberstab kommt auch heute noch eine wichtige Bedeutung zu. Auf dem Hexenbesen wird natürlich nicht geflogen, dieser Aberglaube kommt aus dem Mittelalter. Der Hexenbesen ist aber auch noch heute ein wichtiger Ritualgegenstand, ebenfalls der Zauberstab. Er steht für Kraft, Stärke und Energie und da er auch ein Phallussymbol ist, natürlich auch für Fruchtbarkeit und Wachstum.

Da sich die modernen Hexen von heute sehr mit der Natur verbunden fühlen, haben sie oft sehr gute Kenntnisse in der Kräuterkunde und können diese Kenntnisse gezielt für bestimmte Rituale oder Zauber anwenden. Sie sind gewillt Gutes zu tun und anderen mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten zu helfen. Wenn sie uns also nicht unbedingt auf die Nase binden, dass sie Hexen sind, dann werden wir sie vermutlich nicht mal erkennen, wenn sie mitten unter uns, und das ist auch gut so!

Hexenverfolgung im Wandel der Zeit

Die Verfolgung der Hexen von 1300 bis 1750 ist ein dunkles Kapitel der Menschheit. In Europa sollen zwischen 40.000 und 60.000 Menschen Opfer der Verfolgung geworden sein. 80% der Opfer waren Frauen, welche man bezichtigte, Hexen zu sein. In Deutschland wurden rund 25.000 Menschen getötet, mit der Begründung, dass sie Hexen seien und den Menschen in ihrer Umgebung durch bösen Zauber Schaden zufügen. Zudem wurde ihnen vorgeworfen einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben.

Nach der Verhaftung wurden die vermeintlichen Hexen vor Gericht gestellt. Ein Recht auf Verteidigung hatten die Beschuldigten nicht. Während der peinlichen Befragung wurden sie so grausam gequält, bis sie zugegeben haben, Hexen zu sein, auch wenn dies nicht der Wahrheit entsprach. Irgendwann war der Wunsch, den unsäglichen Schmerzen ein Ende zu setzen, einfach überwältigend. Das Wort peinlich leitet sich von dem Wort Pein, also Schmerz, ab. Die peinliche Befragung der Hexen konnte, je nach Stärke des Charakters und der Leidensfähigkeit manchmal sogar Jahre dauern! Im Anschluss an das Geständnis wurden die Hexen auf brutale Art und Weise hingerichtet. Die Ideen der Menschen die Hexen zu foltern sind an Grausamkeit kaum zu übertreffen. Das Geständnis war jedoch wichtig, denn ohne dies dürfte auch im Mittelalter keine Hexe hingerichtet werden. Was jedoch in Anbetracht der grausamen Methoden kaum vorkam. Man könnte sagen, dass mit der Verhaftung als Hexe, der Tod besiegelt war.

Henker waren in dieser Zeit mitunter sehr wohlhabend. Jeder Schuldspruch an den Hexen brachte ihm Geld. So mussten die Angehörigen der Beschuldigten sogenanntes Abkommgeld bezahlen. Dies deckte die Kosten für den Henker, den Strick und das Feuerholz.

Verfolgung der Hexen heute

Auch wenn die düstere Zeit der globalen Hexenverfolgung vorbei ist und heute keine Hexen mehr auf einem öffentlichen Marktplatz hingerichtet werden, so werden sie an manchen Orten der Welt immer noch verfolgt und bestraft.

In Afrika zum Beispiel werden manche Menschen immer noch als Hexe bezeichnet und verfolgt, da sie angeblich Schadenszauber anwenden. Die Hexen werden verstümmelt oder getötet. In der demokratischen Republik Kongo bezichtigen manche Mütter ihre Kinder der Hexerei, damit sie getötet werden, weil die Mütter sie nicht ernähren können.

Somit ist leider auch heute noch das Thema aktuell.

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